Zersetzung einer deutschen Hoffnung

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Bei der Betrachtung der reinen Fakten bezüglich des LPT NRW vom 06.07.2019 in Warburg ergeben sich Fragen – aber auch Antworten. Es ist kein Geheimnis, dass zum LaVo drei Mitglieder gehören, die den restlichen Ex-Vorstandsmitgliedern ein Dorn im Auge waren.

Jedes Vorstandsmitglied hat bekanntlich nur eine Stimme, so dass diese drei eine Minderheit darstellten. Jeder Antrag von ihnen konnte von der Mehrheit gekippt werden.

Insofern: Wen hätte es also gejuckt, … zumal im Dezember ohnehin LaVo-Wahlen fällig waren.

Doch die Dinge sind vielleicht komplexer, als man auf den ersten Blick denken könnte. In Thüringen, Sachsen und Brandenburg stehen Landtagswahlen an. Nach den bisherigen Prognosen wird die AfD dort deutlich gestärkt hervorgehen. Die drei Länder sind maßgeblich vom sogenannten Flügel beeinflusst.

Und jetzt komme ich zum Punkt.

Sollten die Wahlen tatsächlich zu überragenden AfD-Ergebnissen führen, wird dies unweigerlich mit dem Flügel in Verbindung gebracht. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, musste noch vor diesen Wahlen im mitgliederstärksten AfD-Land NRW ein Zeichen gesetzt werden. Ein Parteitag, der offenkundig darauf ausgerichtet war, zwei mit dem Flügel sympathisierende Vorstandsmitglieder herauszukegeln.

Der Schaden der politischen Strömung des Flügels sollte möglichst an dem Tag maximiert werden, an dem sich die Unterzeichner der Erfurter Resolution auf dem Kyffhäuser Treffen zusammenfinden. In Abwesenheit der mit dem Flügel sympathisierenden Delegierten sollten die Verhältnisse auf dem Parteitag mit eigener Mehrheit neu verteilt und beschlossen werden.

Doch der Plan ist nur in Teilen aufgegangen. Die Flügel-Anhänger aus NRW, soweit sie Delegierte waren, haben nicht am Kyffhäuser-Treffen teilgenommen. Seit dem 06.07.2019  wissen wir, die Abwahl der ungeliebten Vorstandsmitglieder ist gescheitert. Allein aus diesem Grund haben die Nerven bei vielen Teilnehmern des LPT blank gelegen, was zu den ebenfalls bekannten, von den Medien veröffentlichten, an die Antifa erinnernden „Ausfallerscheinungen“ führte.

In welcher Weise die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg Einfluss auf die Wahl des künftigen LaVo in NRW haben wird, mag dahinstehen. Allerdings ist es offensichtlich, dass der Parteitag nur einberufen wurde, um den Rücktritt aller Vorstandsmitglieder zu vollziehen und mit einfacher Mehrheit einen neuen Vorstand zu wählen – ohne die “renitenten” und ungeliebten Vorstandsmitglieder. Aber dieser Schuss ist nach hinten losgegangen! Im Anschluss wurde der Parteitag unverrichteter Dinge durch den Beschluss einer äußerst knappen einfachen Mehrheit von 50,22 % beendet.

Wird die Strategie, die hinter diesem überflüssigsten Parteitag aller Zeiten steckt, jedem Delegierten und jedem Basismitglied bewusst, dürfte das nicht folgenlos bleiben.

Zwei Dinge sind besonders wichtig, auch für die Argumentation in den KVs und die Gespräche mit den Mitgliedern:

Die Pretzellianer hatten immer eine Mehrheit im LaVo. Sie hätten jede Entscheidung (wenn sie denn zu irgendetwas fähig gewesen wären) so treffen können, wie sie das wollten, ohne auf Thomas Röckemann, Christian Blex und Jürgen Spenrath Rücksicht nehmen zu müssen. Umgekehrt war das nicht möglich!

Schon aus diesem Grund bestand keine Notwendigkeit, den LaVo aufzulösen, Neuwahlen veranstalten zu wollen – oder erst recht diesen, im Hinblick auf die Vorstands-Neuwahlen im Dezember, unsinnigen Parteitag einzuberufen. Das Risiko für den Erfolg der AfD in drei mitteldeutschen Bundesländern ist aber kontraproduktiv für das Ansinnen der “gemäßigten” Vorstandsmitglieder! … und der Ausgang der Dezember-Wahlen kann von diesen Ergebnissen beeinflusst werden. Der Flügel kann mehr wahlberechtigte Delegierte für sich gewinnen. Die Strategie ist genauso klar wie undemokratisch!

Vorstandsmitglieder können ihren Rücktritt auch ohne LPT erklären. Delegierte sollten frei ihre Entscheidung treffen und die Interessen derer vertreten können, die sie zum Delegierten gewählt haben. “Winkelzüge” und “Spitzfindigkeiten” von machtbesessenen Psychopathen sind keine basisdemokratischen Werkzeuge!

Dafür muss es also andere Gründe gegeben.

Sie wollten diesen LPT (und möglichst Neuwahlen) unbedingt VOR den Landtagswahlen in Mitteldeutschland inszenieren. Die könnten ja zeigen, mit welchem Kurs man erfolgreich ist.

Und als Nebeneffekt wollten sie den Flügel-Anhängern die Teilnahme an ihrem Treffen verbauen und hatten wohl darauf gehofft, dass ein wesentlicher Teil trotz LPT zum Kyffhäuser-Treffen fährt und sie leichtes Spiel hätten.

Die Strategie der “Partei-Mächtigen in NRW” ist nicht aufgegangen. Es bleibt abzuwarten, wann der unmündige Parteimichel wach wird oder die engagierten Mitglieder ihre Motivation verlieren und der Partei den Rücken kehren.

Das “Wunschkonzert” der Intransparenz, der Ignoranz und der eigennützigen Entscheidungen des  LaVo’s in Sachsen, befindet sich mit den Machenschaften in NRW auf einem Niveau.

Im Großen (Deutschland), wie im Kleinen (in der AfD)… das System ist das gleiche.

Wer findet den Fehler?

Leidtragende sind die Wähler, die ihrer Hoffnung beraubt werden. Die größte Oppositionspartei Deutschlands könnte erfolgreich den Reset-Knopf drücken und die Heimat vor weiterem Schaden bewahren, wenn … ja wenn sie sich nicht selber zerlegen würde.

Was bleibt ist, an alle Patrioten zu appellieren,

  • egal welcher grundgesetztreuen Partei,
  • egal welcher nicht radikalen/nicht extremen Bürgerbewegung/-initiative,
  • egal welcher nichtextremen/nichtradikalen Gruppe,

sich für unser Deutschland einzusetzen und gewaltlosen Widerstand zu leisten.

Mein Wunsch ist nicht leicht umzusetzen, ich bin mir dessen bewusst. Er lautet:

Alle Patrioten haben ein Ziel Legen wir unsere persönlichen Befindlichkeiten beiseite, solange bis wir unser gemeinsames Ziel erreicht haben. Danach kann jeder wieder seinen persönlichen Interessen nachgehen.

Nur gemeinsam sind wir stark!

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