I had a dream

 In Allgemein, Altparteiendiktatur

Ich hatte einen Traum…

… auf dem Weg die Welt zu beherrschen, mir alle Menschen untertan zu machen, habe ich Unmögliches mit meinen außergewöhnlichen Fähigkeiten vollbracht!
Jede Karriere hat einen Anfang, aller Anfang ist schwer und vor dem Erfolg steht der Schweiß!

Ich träumte, als Heilsbringer für alle deutschen Michel Wunder vollbringen zu können … wie der Messias.

Ich träumte, die AfD-Michel zu meinen Anhängern machen zu können, ich brauchte Aufmerksamkeit, ich brauchte nur „3 Kreisverbände platt zu machen“!… und das im Wessiland.

Ich träumte, meine außerirdischen Fähigkeiten seien der Grund für meinen Erfolg, mich gegen mehr als 100 “Parteifeinde”, sowohl im KV DU als auch im KV RE, durchzusetzen und sie von der politischen Landkarte auszuradieren.

Ich war ein Held, … wie das Tapfere Schneiderlein! Das Märchen von einem der auszog 3 Kreisverbände platt zu machen!

Das Highlight war, einen Kreisverband plattgemacht zu haben, dem ich nicht einmal Mitglied war. Da habe ich über besondere strategische Feldherren-Fähigkeit verfügt, für die man früher ein Denkmal gesetzt bekommen hätte.
Ich wurde wach, wie in Schweiß gebadet… was hatte ich angerichtet? Hoffentlich hat niemand den gleichen Traum geträumt! Würde jemand einen derartigen Traum verbreiten… würde er Fake News veröffentlichen.
Ich sollte vielleicht mal den LaVo Sachsen Beauftragten fragen was er davon hält, wenn jemand etwas verbreitet, was er geträumt hat… wenn jemand etwas ungeprüft verbreitet, was ein Vögelchen ihm zu gezwitschert hat…. was er davon hält, wenn jemand diffamiert, diskriminiert wird. Interessant ist bestimmt auch zu erfahren, wie der LaVo mit einer solchen “politisch motivierten Straftat” umgeht?!? (Eine Strafbarkeit kann sich sowohl aus dem Erstellen, als auch der bloßen Weiterverbreitung von Fake News ergeben. In Betracht kommen insbesondere Ehrschutzdelikte, Staatsschutzdelikte und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung.)

Aber Gottseidank sowohl der KV Duisburg, als auch der KV Recklinghausen tauchen weiterhin in den Schlagzeilen auf, negativ zwar, aber immerhin. Beide KVs sind immer noch aktiv und der dritte war nur eine Fatamorgana… einmal tief
durchatmen… ich bin und bleibe ein Mensch wie Du und ich, ich kann auch im Stillen viel Gutes tun.

… ach noch eins… Warum sollte man etwas platt machen, wenn man sich etwas daraus verspricht? … zum Beispiel wenn man die einzige richtige Oppositionspartei unterstützen will, damit Deutschland wieder vom Kopf auf die Füsse gestellt werden kann!?

Diese Logik verstehen wohl nur psychopathische Karrieristen… geben Sie mir Recht?

.. der Traum geht weiter…

Ich stehe vor der Wahl … besser gesagt:“ Ich habe die Qual, aber keine Wahl!“

Aktive Mitglieder können wählen zwischen der ….

  1. System-Mitgliedschaft… meine Fähigkeiten müssen sein: zurückhaltend, rhetorisch ungeschult, unkritisch, devot, mit blindem Gehorsam folgend, arbeitsam insbesondere als billige Wahlkampfhelfer, risikofreudig in Bezug auf persönliche Verhältnisse und loyal gegenüber den Karrieristen besonders wenn sie gewählt werden wollen, aber ansonsten die Mitglieder der Basis, das Fußvolk links liegen lassen

oder  der …

  1. freien Mitgliedschaft… meine Fähigkeiten sollten sein: selbstbewusst, argumentationsstark, kritisch, satzungsfest, fähig und interessiert ein Amt zu über nehmen; diskussionserprobt, standhaft, programmfest und fähig in Gesprächen den Opponenten inspirieren zu können umzudenken; angstfrei vor Angriffen von politischen Gegnern, bereit sein bei Veranstaltungen für die Partei Gesicht zu zeigen, die Meinungsfreiheit zu verteidigen und zu leben, aber auch seine Widersacher als Personen zu respektieren

Erstens, habe ich keine Wahl, …. vielleicht, weil ich nicht die Eigenschaften der 1. Gruppe erfülle?

Mein Antrag zur Aufnahme in den KV Vogtland wurde zwar vom KV Vorstand angenommen, aber der LaVo hat einen Widerspruch eingelegt (… ist der etwa schon offiziell)? Ist das die Retourkutsche für meinen Austritt im Juli 2018 oder weil einigen Leuten meine Nase, sprich meine direkte Art auf Probleme aufmerksam zu machen, nicht gefällt? Ich kann als Patriot auch im Stillen viel Gutes tun, außerhalb der AfD!

Zweitens, ich brauche nicht zu wählen, …….weil ich weiß, wo ich hingehöre… zu der Kategorie b)!

Der KV Vogtland braucht dringend selbstlos handelnde Idealisten mit Eigenschaften der 2. Gruppe!

#wennichnichtirre

Abspann … vom Traum zur Realität

Im Kleinen spiegelt sich das in der AfD, was in Deutschland im Großen vorherrschend ist.

Der AfD-Michel zeigt dieselben Verhaltensmerkmale wie der Deutsch-Michel… kein Wunder, er ist ja ein Teil des großen Ganzen.

Der Michel will geführt, bevormundet und verwaltet werden.  Er lässt andere für sich entscheiden und entschuldigt den Mangel an seinem Verantwortungs- und Selbstbewusstsein mit „Die da oben werden es schon richten und ich alleine kann es sowieso nicht ändern!“

Die Masse der Michel ist wie ein Rudel, das sich devot dem Leittier unterwirft, sich unterdrücken lässt. Jeder Versuch sich gegen die „Herrschaft” aufzulehnen bzw.  deren Macht zu untergraben, wird auf brutale Art weggebissen und mit dem Ausschluss aus dem Rudel bestraft. Der Rauswurf hat den Verlust der Geborgenheit in der Gemeinschaft, der sozialen Kontakte und dem Schutz vor Feinden zur Folge. Ein hoher Preis für den Versuch seine Bedürfnisse, sein Bürgerrecht, auf selbstbewusstes und selbstbestimmtes Handeln durchzusetzen.

Nur in Bezug auf den Schutz vor Feinden stimmen die Phrasen

GEMEINSAM STATT EINSAM

NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK

In Bezug auf das soziale Verhalten innerhalb des Rudels gilt:

DIE NATUR KENNT KEINE DEMOKRATIE – ES HERRSCHT DIE MACHT DES STÄRKEREN!

Zurück zur Parteiarbeit

Es gibt auf jeder Verbandsebene 2 Kategorien von Mitgliedern, die „Leittiere” und die große Zahl der Rudeltiere, die Basis der Partei.

Der Unterschied zwischen einem Rudel und einer politischen Gemeinschaft: Rudelmitglied wird man durch Geburt – gezwungenermaßen ist die Hierarchie des Rudels zu akzeptieren. … und …

… gleiches Denken und der Wille zu gleichberechtigtem Handeln, waren die Basis für den Zusammenschluss und die Grundregeln der Gründungsmitglieder.

Satzungen sollen als Regelwerk für die Rechte und Pflichten aller Mitglieder dienen. Nur wer die Satzung für und gegen sich anerkennt, kann Mitglied der „demokratischen“ Gemeinschaft werden.

Problematisch wird es überall da, wo es an die Verteilung von Posten geht. Posten, die das Recht zur Vertretung der Gemeinschaft an/auf „starke” Führungspersönlichkeiten innehaben. An dieser Stelle wird bereits die Position „Gleichberechtigung” unterwandert. Obwohl die Kandidaten von der Basis zu ihrer Interessenvertretung gewählt werden, entwickeln sie als gewählte „Machtinhaber” in den meisten Fällen eine Eigendynamik. Die Diskrepanz zwischen dem Begriff „Wahlversprechen“ und der folgenden Taten ist allen geläufig. Plötzlich bekommt die Gleichheit der Mitglieder eine neue Bedeutung. Die Vertreter der Basis sind auf einen Schlag GLEICHER als ihre Wähler. Diese neu gewonnene bessergestellte Gleichheit stellt den Machtinhaber auf das Niveau des „Rudelführers” und er übernimmt seine Verhaltensweisen… Kritiker werden weggebissen.

Wie in der Natur duldet er nur Mitglieder, die ihm wohlgesonnen und kritiklos Frondienste wie hörige Leibeigene leisten.

Statt den Kritikern in einem demokratisch kontroversen Diskurs zu begegnen, den Mitgliedern Hintergründe transparent zu machen, reagieren sie mit der Macht des vermeintlich Stärkeren. Sie wundern sich über Kritik an ihrer Person und an ihrem Handeln, jegliche Ansprache von Problemen wird als Angriff gegen die Person gewertet, als solche behandelt. In der Folge, werden Kritiker u.a. diffamiert, diskreditiert, mit PAV oder POV belegt, als Spalter und Nestbeschmutzer beschimpft. Kritiker müssen aus dem Weg geräumt werden, egal mit welchen Mitteln! Der Weg zum Diskurs und der Aufarbeitung von Problemen, kommt ihnen nicht in den Sinn!

Kritiker könnten die Karrieristen auf demokratischem Weg mit einer 2/3 Mehrheit abwählen. Daher wird penibelst darauf geachtet, dass die Kritiker keine Mehrheiten bekommen können.

Mehrheiten sind also für demokratische Gefüge nicht nur positiv, sie können bei Missbrauch auch genau das Gegenteil bewirken.

Allerdings sind Gesetze, Satzungen und Regeln keine Wunschkonzerte, sie sollten ohne Möglichkeit der Auslegung und eindeutig aufgestellt im Tagesgeschäft gelebt werden. Jegliche Unterwanderung und Missachtung sollte verhindert bzw. geahndet werden.

Neumitglieder werden nicht aufgrund ihrer Fähigkeiten und Qualitäten in die Gemeinschaft aufgenommen. Zum obersten Aufnahmekriterium wird die Prüfung der Loyalität gegenüber den bessergestellten „Machthabern” herangezogen.

Zu vollwertigen Mitgliedern werden Personen von vielen Strukturen nur aufgenommen, wenn sie sich passiv am Parteileben beteiligen, sich ausschließlich zu wichtigen Personalwahlen zur Abgabe ihrer Stimme auf Mitgliederversammlungen einfinden, ansonsten sich in den Wirkungskreis der Führungsebene nicht einmischen.

Nicht aufgenommen werden Personen, die der Führungsstruktur in die Parade fahren könnten. Will sagen, selbstbewusste und kritische Personen, ausgestattet mit dem Mut zur Wahrheit und dem Mut zum Handeln stören die Kreise der Verbandsführung.

Die Inhalte der Parteiprogramme bilden die Grundwerte einer Partei. Eine 100 %ige Übereinstimmung persönlicher Ansichten und Wünsche gibt es bei keinem der Mitglieder.

Es ist auch normal und sogar gewollt, dass es unterschiedlichen Ansichten zu den einzelnen Punkten unter den Mitgliedern gibt, denn nur ein kontroverser Diskurs bietet die Möglichkeit ein gemeinsames Ziel, als Kompromiss für alle Mitglieder, und zum Vorteil der Partei zu definieren.

Allerdings setzt das Gelingen der Demokratie auch Anforderungen ihre Bürger/Mitglieder voraus

Um den demokratischen Legitimitätsanspruch an die Demokratie aufrechtzuerhalten, sind mündige Mitglieder eine wichtige Voraussetzung. Die Demokratie selbst sei jedoch unfähig, solche Bürger zu (re-)produzieren, die es für die Funktionsfähigkeit des demokratischen Systems eigentlich brauche.

Eine erfolgreiche Mitwirkung etwa kann nur dann gelingen, wenn die Mitglieder selbstbestimmt und unabhängig agieren und in diesem Sinne über bestimmte Bürgerqualitäten verfügen. Dafür ist zum einen grundlegendes politisches (Fakten-)Wissen nötig. Doch auch prozedurales politisches Wissen sowie gewisse Persönlichkeitsmerkmale der Bürger selbst sind dabei von Bedeutung. Letzteres stellt den Kerngedanken des Tugendbegriffes dar, der durch eine Orientierung auf die Gemeinschaft hin, bestimmten Emotionen und Handlungsmotivationen gekennzeichnet ist. Die politische Tugend zeichnet sich somit durch die Verbindung einer kognitiven sowie handlungsmotivierenden Komponente aus.

Unterschiedliche politische Systeme bedürfen unterschiedlicher politischer Tugenden. Für unser demokratisches System stellen etwa Loyalität, Mut, Toleranz, Solidarität oder Fairness wichtige Eigenschaften der Mitglieder zur Aufrechterhaltung des demokratischen Systems dar. Um diese Dispositionen zu fördern, auszubauen und zu reproduzieren, bedarf es unterstützender, institutioneller Rahmenbedingungen.

Damit sich die verschiedenen politischen Kompetenzen bei den Bürgern ausbilden können, wären in der Denktradition Einrichtungen wie bspw. Bürgerforen oder -versammlungen geeignet. In diesem Rahmen könnten sich Bürger über politische Fragestellungen austauschen, um die Tiefe politischer Diskurse auf der geistigen, verfahrensmäßigen, aber auch der moralischen Ebene auszubauen.

Entscheidend für den Erhalt des demokratischen Systems ist demnach die Förderung und der Ausbau politischen Wissens, um eine größtmögliche Autonomie bei der Herausbildung einer politischen Meinung inklusive politischer Präferenzen jedes einzelnen Bürgers/jeder einzelnen Bürgerin zu erreichen.

Eigentlich wollte die AfD sich von den Systemparteien unterscheiden, aber die „möchtegern-Machthaber” sind auf dem Weg, sich den Altparteien anzupassen.

Eigentlich sollten die Unterstützer der AfD zum mündigen Teil der Bürger gehören, die als eine Alternative zum Establishment Wirkung erzielen könnte. Aber gibt es DIE Alternative?

“Die” AfD macht ALLES um koalitionsfähig zu sein und verliert dabei an Bedeutung einer „Alternative“. Inhaltlich passiert schon lange nichts mehr!

Ich wähle niemanden, der sich nicht für die Freiheit Deutschlands einsetzt. Ich wähle niemanden, der in einer EU verharren will, nur um auf Stimmenfang zu gehen. Diese Art selbstsüchtiger Profilneurotiker kann und wird sich nie für eine wahre Freiheit und Souveränität unseres Landes einsetzen. Er wird sich immer nur pseudopatriotisch verhalten, weil es gerade schick ist und es von Seiten des Systems den “rechten Narrenraum” einzufangen gilt. … oder er ausschließlich seinen ureigensten finanziellen Interessen dient.

Das alles passiert, weil “die Basis” schlicht und ergreifend UNINFORMIERT und UNMÜNDIG ist… und es auch sein soll, nämlich williges Stimmvieh auf abgesprochenen Aufstellungsparteitagen.

Klare Ansagen und Absprachen führten z.B. in Markneukirchen zu einem Witz einer Landesliste. Wenn diese Truppe, einige spezielle Direktkandidaten nicht zu vergessen, in den Landtag einzieht, dann hat die heute-SHOW neue Themen!

Erst werden die Pfründe gesichert, jetzt werden sie abgesichert.

Copyright 2019 Frank Spickermann

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