“Aufbrüche” im Vogtland

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Freie Presse – Plauen , veröffentlicht am 07.09.2019

30 Jahre Wende

Der Film “40 Jahre sind genug” über das Ende der DDR in der Region wird fortgesetzt.

Auch Auerbachs Oberbürgermeister saß dafür vor der Kamera.

Plauen/Auerbach.Der Filmemacher Tino Peisker arbeitet aktuell an einem Film über die gesellschaftlichen Umbrüche, die sich nach der Wende bis heute ergeben haben. Der Fokus liegt dabei auf der Spitzenstadt und dem Vogtland. Für den 4. Oktober ist die Premiere der Dokumentation angesetzt.

Es sind die Geschichten der Menschen, die Tino Peisker im neuen Dokumentationsfilm “Aufbrüche” zeigen möchte. Geschichten, die Menschen zur Wendezeit und durch die Wandlung der Gesellschaft danach geprägt haben. Laut Tino Peisker soll anhand von Protagonisten, die damals mit dem Regime in Berührung kamen, verdeutlicht werden, was das DDR-System eigentlich darstellte. Es kommen Zeitzeugen zu Wort – unter anderem Menschen wie der Plauener Bürgerrechtler Jörg Schneider oder der Oelsnitzer Mario Goldstein, der nach einem gescheiterten Fluchtversuch eine Gefängnisstrafe absaß. Auch Auerbachs Oberbürgermeister Manfred Deckert (parteilos) erzählt, unter welchem Druck und Beobachtung er als Skispringer zu dieser Zeit stand.

“Anhand ihrer erzählten Erlebnisse sollen wichtige Wahrheiten wieder in das Bewusstsein gerückt werden. Ich habe mir bewusst Zeitzeugen gesucht, die bis heute die gesellschaftlichen Veränderungen, bedingt durch den Umbruch von vor 30 Jahren, mitgemacht haben und ihre Sicht der Dinge erzählen. Dadurch ist der Film gewissermaßen auch ein politisches Statement und eine Bestandsaufnahme der Gegenwart”

sagt Tino Peisker.

gedanken

Leserbrief an die Freie Presse, Plauen vom 08.09.2019

 

Zu „Aufbrüche“ vom 6. September 2019 

 

Geboren im September 49, also kurz vor Gründung der DDR, 40 Jahre alt zur Wende im Oktober 1989.  

 

Ich wuchs als Kind gut behütet und ohne Ängste auf. Wir waren drei Kinder und ich als Älteste musste schon sehr zeitig lernen, selbständig und im Leben zu stehen. Schule, Ausbildung, Heirat und Kindererziehung – das wurde alles problemlos und ohne Handys etc. gemeistert. 

 

Natürlich mussten unsere Kinder in die Kinderkrippe gehen, wir wollten und mussten ja arbeiten, um uns etwas schaffen zu können. Aus beiden Kindern ist trotz Krippenbesuch etwas Ordentliches geworden. Auch waren unsere Kinder öfters krank, das war aber kein Problem, denn der Arbeitsplatz blieb einem sicher. Wir fuhren im Urlaub an die Ostsee, Wernigerode oder verbrachten den Urlaub im eigenen Garten. Warum in die Ferne schweifen… 

 

Das alles nur kurz als Einleitung.  

 

Dann kam der Sommer 89! Unruhe, Ungarn, die Züge nachts! Wir sahen im Fernsehen die vielen Menschen, die in den Westen ausreisten.  

 

Dann der 7.Oktober 89! Wir erfuhren von unserer 17-jährigen Tochter, was in der Stadt los war! Dann waren wir natürlich jeden Samstag mit zur Demo, dabei, um für Bananen und Reisefreiheit zu demonstrieren. 

 

Die Grenzen fielen und die Einheit Deutschlands wurde gefeiert! Wir konnten reisen und hatten die D-Mark. Bis 2015 war eigentlich für uns Deutsche alles in Ordnung. Da wurden von Frau Merkel mit Zustimmung einiger Anderer die Grenzen für Alle und Jeden geöffnet! 

 

Was ich damit sagen will ist, dass wir als deutsches Volk übergangen wurden und weiterhin werden. Ebenso wie in der damaligen DDR, um die es hier geht, werden heute die Menschen in Deutschland nicht gefragt, ob sie diese Masseneinbürgerung fremder Kulturen und Religionen eigentlich wollen!  

 

Die DDR wird immer wieder als diktatorisch und ausspionierend dargestellt. Aber was passiert denn jetzt, 2019?! Da werden bei Facebook usw. Whistleblower eingesetzt, die die Menschen ausspionieren!  Es wird zensiert! Menschen, die zur AfD tendieren, werden als Nazis tituliert. Hat man eine Meinung gegen die Einwanderer und gegen die in diesem Zusammenhang ausgegebenen Milliarden von Steuergeldern, ist man rechts radikal! 

Ich habe die DDR 40 Jahre er- und gelebt und ich muss denen, die jetzt mit Anfang 40 behaupten, dass diese Zeit schlimm war, sagen, dass sie gar nichts wissen und auch nicht mitreden dürften! 

 

 

Aber ich kann mitreden, was diese 30 Jahre Einheit betrifft!

 

Plauen Kundgebung in 2015
Foto: privat

Wir haben ein schlechtes Schulsystem (DDR das Beste), zu wenig Lehrer, zu viele Ausfälle, marode Straßen, ein unmögliches Energiesystem, Klimaaktivisten, die freitags die Schule schwänzen und man könnte noch viel mehr aufzählen! Wir haben zig- Tausende deutsche Obdachlose in unserem Land und behaupten, ein reiches Land zu sein! 

 

Ein Land, in dem die Politiker die Ressourcen tauschen, wie andere ihre Hemden! Und das alles ohne das Volk zu befragen! 

Ein System, dass alle Untaten der Eingereisten vertuscht, beschönigt und nicht einmal mehr die Nationalitäten nennt!  

 

Wir Deutschen werden manipuliert, gegängelt und abgeschafft! 

 

Zum Beispiel wählt das deutsche Volk die AfD als Zweitplatzierte, was wiederum egal ist, denn es wird ignoriert, was des Volkes Wille ist! 

 

„Noch sitzt ihr da oben ihr feigen Gestalten, vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott. Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann Gnade euch Gott“! 

 

Und wenn diese letzten Wahlen mit rechten Dingen abgelaufen sind, fresse ich einen Besen. 15 Minuten nach 18.00 Uhr konnte Herr Kretschmar schon lächelnd vor die Mikrofone treten und bedankte sich dafür, dass „wir es wieder geschafft haben, diese Wahlen zu gewinnen“! Er war sich sehr sicher! Woher?! 

 

Die DDR und ihre Politiker waren ein Witz gegen diese Regierung jetzt! Und man will uns in den Medien und öffentlich-rechtlichen Sendern immer wieder die Schreckensherrschaft der Stasi aufzeigen. 

Wenn man nicht mehr weiterweiß, muss die Stasi ran! Man sollte immer vor seiner eigenen Türe kehren! 

 

Christina Limmer 

Plauen, 08. September 2019 

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