Talkgäste greifen AfD an

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ZDF Mediathek

Quelle: ZDF Mediathek

In der Sendung von Maybrit IllnerTalkgäste greifen AfD an:

„Wenn wir sowas machen, zündeln wir“

Freitag, 29.01.2016, 08:03

Eigentlich sollte es am Donnerstagabend in der Talkshow von Maybrit Illner um das Thema Integration gehen. Doch dann kam alles ganz anders: Die anwesenden Gäste übten scharfe Kritik an der AfD. Bundessprecher Jörg Meuthen wies die Vorwürfe zurück.

Am Donnerstagabend stand die Talkshow vom Maybrit Illner im ZDF unter der Fragestellung „Antanzen zur Integration – Wie deutsch müssen Ausländer werden?“. Doch die Thematik geriet in den Hintergrund, als sich die Gäste plötzlich einem anderen Thema widmeten: der AfD.

Die Gäste:

  • Claudia Roth, Vizepräsidentin des Bundestags und Mitglied der Grünen
  • Thomas Strobl, stellvertretender Parteichef der CDU
  • Jörg Meuthen,  Bundessprecher der AfD
  • Lamya Kaddor, Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes
  • Ulf Küch, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter
  • Thomas de Vachroi, Leiter der Berliner ASB-Notunterkunft in Wilmersdorf (Arbeiter-Samariter-Bund) und Mitglied der CSU/CDU

Kripo-Vizechef Ulf Küch beklagte den allgemeinen Vertrauensverlust der Bürger in die Institutionen und lenkte mit dieser Aussage den Fokus auch auf die AfD. „Defizite, die irgendwann politisch entstanden sind, kann die Polizei niemals beheben“, gab er zu bedenken. So sollen gezielte Falschmeldungen „möglicherweise eben genau aus diesem Lager kommen“. Die AfD vermittle dadurch den Eindruck, „dass um sie herum das Tohuwabohu herrscht, und das ist tatsächlich nicht der Fall.“

Anschließend führte Küch den Fall des AfD-Politikers Uwe Wappler an. Dieser hatte hatte ungeprüft das Gerücht um die Vergewaltigung eines zwölfjährigen Mädchens durch einen Flüchtling verbreitet . Anschließend musste er jedoch eingestehen, dass es die Straftat nie gegeben hatte.

„Keine primäre Erfindung der AfD“

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen sagte darauf: „Mit Verlaub, aber die Silvesternacht in Köln und in anderen deutschen Städten ist nun keine primäre Erfindung der AfD, sondern eine Tatsache“.

Es sei „nicht zu übersehen, dass Menschen aus dem islamischen Kulturkreis einen anderen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht haben als wir. Ich fände es zum Beispiel eine überlegenswerte Sache, wenn wir zunächst einmal die sehr hohe und ständig steigende Zahl, verfolgter Christen mit einer gewissen Priorität bei uns aufnähmen“, so sein Vorschlag. Denn christliche Flüchtlinge würden schließlich „mehr zu unserer Kultur“ passen.

Meuthen stieß mit seinen Ausführungen bei Lamya Kaddor auf heftigen Widerspruch. Kein vernünftig denkender Mensch könne anhand der Ereignisse in Köln behaupten, dass „alle nordafrikanischen oder muslimisch geprägten Männer ein Problem mit Frauen“ hätten, stellte Kaddor fest. „Wenn wir sowas machen, zündeln wir“, kritisierte sie.

Roth nach Silvester-Post empört

Ebenfalls für Empörung in der Runde sorgte eine Geschichte, mit der Claudia Roth Meuthen konfrontierte. Markus Frohnmaier, der baden-württembergische Landesvorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation soll nach der Silvesternacht folgenden Post auf Facebook veröffentlicht haben: „Eigentlich schade, dass man die Roth nicht gleich mitvergewaltigt hat. Ich hätte gleich mitvergewaltigt.“

Roth empört: „Das ist Gift für unsere Gesellschaft“. Von Meuthen verlangte sie anschließend: „Da wäre mal eine Entschuldigung angesagt, und zwar ’ne öffentliche von ihm.“
 

Was die Zuschauer von der Moderationsleistung, der Gesprächsführung der Gäste und die „Hexenjagd“ halten, findest Du hier :

 

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