Sachsen: Gefährdet AfD-Erfolg den Tourismus?

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Ein Paradies auch die die deutschen Dauerurlauber: Das Elbsandsteingebirge (Foto: Collage/Shutterstock)

„Im Internet drohen potenzielle Sachsen-Touristen wegen der starken AfD mit Stornierungen. Was sagen Gastgeber in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge

Quelle: Sachsen: Gefährdet AfD-Erfolg den Tourismus? | Jouwatch

von Max Erdinger

Bevor wir nun erfahren, was die Gastgeber in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge dazu sagen, sollten wir uns einmal ausmalen, was es für die traumhaft schöne Landschaft bedeutet, daß die AfD in Sachsen so stark geworden ist. Der Basteifelsen ist inzwischen blau angemalt worden, in Pirna jagen außer Rand und Band geratene AfD-Sachsen unter ihrem Anführer Gauland die wenigen Wählerinnen und Wähler der Altparteien. Szenen wie im Bürgerkrieg. Zweifellos alles ganz schrecklich. Aber schreckt es wirklich Touristen in großer Zahl ab? Haben sich die Sachsen mit ihrem Wahlverhalten selbst das Wasser abgegraben?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, wie die Sächsische Zeitung weiß – Zitat: „So schreibt Eva-Maria Mühle etwa: „Braune Sächsische Schweiz. Der Urlaub ist gestrichen. Wir haben ein farbiges Kind angenommen. Wird bestimmt viel zu gefährlich für sie.“ Andreas Balko, Pfarrer in einer baden-württembergischen Kirchgemeinde, schreibt: „Als jahrelanger Urlaubsgast bin ich fassungslos. Fast jeder Zweite wählt in meiner Lieblingslandschaft AfD.“ Das, so Balko, mache ihn nachdenklich. Ist das noch die richtige Urlaubsregion für ihn?“ – Zitatende.

Gut, das waren jetzt zwei potentielle Stornierer. Nicht untersucht wurde, wieviele Neubuchungen es gibt, weil Leute wie Frau Mühe und Herr Balko ihren Urlaub zukünftig lieber in Duisburg-Marxloh verbringen wollen, aber es scheinen doch etliche zu sein. Tino Richter, Geschäftsführer beim Tourismusverband Sächsische Schweiz weiß es genauer – Zitat: „Nur wenige Gäste hätten seit der Bundestagswahl vor zwei Wochen beim Tourismusverband Sächsische Schweiz angerufen. Richter: „Eine Handvoll ausländische Gäste hat gefragt, ob die Region noch sicher ist“. Deutsche Anrufer wollen sich Luft machen und behaupten, nun nicht mehr in die Region kommen zu wollen. Stornierungen bereits gebuchter Reisen oder Übernachtungen seien ihm aber nicht bekannt, sagt Richter.“ – Zitatende.

Aber irgendwo muß sich der Bürgerkrieg durch die AfD doch bemerkbar gemacht haben? Was sagt der Hotel- und Gaststättenverband? – Zitat: „Auch Gunter Claus, der bisherige Chef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in der Sächsischen Schweiz, sagt: „Wir haben bisher keinen messbaren Buchungsrückgang.“ Ähnlich sieht es bei Frank Gliemann aus. Der Unternehmer betreibt in Freital das Hotel „Zur Linde“ und ist Mitglied im Dresdner Dehoga-Verband.“ – Zitatende.

Vielleicht gibt es wenigstens im Erzgebirge die wohlverdiente Krise für die braune Tourismusbranche? Weiß man etwas? – Zitat: „Keine bösen E-Mails, keine Anrufe und erst recht keine Stornierungen haben bisher Veronika Hiebl in Annaberg-Buchholz erreicht. Die Chefin des Tourismusverbandes Erzgebirge sagt, dass die meisten Gäste zwischen einer Wahl und der Tourismusregion differenzieren können. „Das Wahlergebnis hat mit der Gastfreundschaft der Menschen hier überhaupt nichts zu tun“, so Hiebl.“ – Zitatende.

Daß es den Urlaubern aber auch so egal ist, bei wem sie Urlaub machen, hätte ich nicht gedacht. Irgendjemand muß doch etwas von einer Krise bemerkt haben? – Ah hier. Sie findet hinter der vorgehaltenen Hand statt, die Krise – Zitat: „Hinter vorgehaltener Hand sagen Tourismus-Unternehmer, dass die AfD viel kaputt mache.“ – Zitatende.

Natürlich ist klar, daß kein Tourismus-Unternehmer namentlich zu benennen ist, wenn er schon nur hinter vorgehaltener Hand redet aus lauter Angst vor dem furchtlosen Jäger Gauland und seinen marodierenden Truppen. Man könnte diese Behauptung sonst verifizieren. Gut möglich ist allerdings, daß die Tourismus-Unternehmer hinter ihren vorgehaltenen Händen nur erfunden worden sind. Wegen der Ausgewogenheit in der Berichterstattung. Oder so. Aber das sage ich hier nur hinter vorgehaltener Hand, nicht daß hinterher jemand behauptet, ich hätte gesagt, die Sächsische Zeitung habe geflunkert.

Eigentlich hätte ich diese Geschichte gar nicht an die große Glocke hängen sollen, weil: Wenn das bekannt wird, dass Leute wie Frau Mühe und Herr Balko keinen Urlaub mehr in Sachsen machen, dann wollen alle in die Sächsische Schweiz oder ins Erzgebirge und ich bekomme womöglich keine Unterkunft mehr, weil alles ausgebucht ist. Leute wie Frau Mühe und Herr Balko sollten eigentlich gar nirgends hinverreisen, weil: Überall wo die auftauchen, begeben sich die Einheimischen auf die Flucht. Und Flüchtlinge haben wir jetzt wirklich genug.

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