Rosa Faschismus im Aufwind

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ROSA FASCHISMUS IM AUFWIND

Quängelnde Individuen verlangen nach der nährenden Übermutter und ertragen keinerlei Disziplinierung durch kollektive Interessen. Die Grünen waren stets Vordenker des normativen Individualismus, der dieses Jahr offiziell zur Staatsideologie avancierte.

 

Eine neue Religion breitet sich aus wie der Nebel des Grauens. Bis in die letzten Ritzen und Poren der Privatsphäre dringt sie ungebeten ein. Mit einer unangehmen Penetranz und Omnipräsenz erreicht sie via Fernsehen, Radio, Megaphon, Lautsprecher und Video-Leinwände alle Nischen des öffentlichen Raums: Kindergärten, Schulen, Universitäten, Arbeitsplätze, U-Bahnen, Fußballstadien und Veranstaltungen. Mal subtil, mal brachial: ein Rosa Faschismus hat den Diskurs, der längst vor einer Mixtur aus Konformitätsdruck und Opportunismus kapituliert hat, fest im Griff.  Der normative Individualismus ist zur offiziellen Ideologie des autoritären Humanitärstaats avanciert.  Mehrere Weichenstellungen erfolgten dieses Jahr.  Mehrmals war Bundestagspräsident Lammert dabei führend.   Nicht zufällig wurde zeitgleich mit der gestrigen „menschenrechtlichen“ Großtat der Meinungsfreiheit ein schwerer Schlag versetzt.

Angesichts der Wortwahl des dozierenden ARD-Kommentators zum Thema „Ehe für alle“ sei Stirnrunzeln gestattet:

„Ich kann es kaum erwarten, bis Unwörter wie Homoehe endlich der Vergangenheit angehören .. Unsere Gesellschaft wird noch toleranter … Die wenigen, die noch immer hinter dem Mond leben, und glauben Schwule und Lesben diskriminieren zu können, müssen jetzt anerkennen … da sind jetzt noch ein paar Unverbesserliche“

Der ARD-Kommentator Michael Stempfle benutzt den Ausdruck „noch toleranter“. Verwechselt er „tolerant“ mit „totalitär“?

Seit Begriffe wie AIDS und HIV in aller Munde waren, outeten sich nach und nach Schauspieler, Musiker, Politiker oder Fußballer als schwul. B- und C-Promis kurbelten ihre Karrieren durch Homo-Exhibitionismus an. Schwule Bürgermeister und lesbische Moderatorinnen wurden von Medien umgarnt und sonnten sich im Sympathie-Bonus.

Bunte Medien vermitteln den Eindruck, als „Hetero“ zu einer aussterbenden Art zu gehören.

Eine faschistoide rosa Knüppelrhetorik gehört längst zum Inventar von Kommentatoren und Talkshows.

Bei Rainer Brüderle (FDP) führte eine eher harmlose Bemerkung zum Karriereknick und geradewegs in den Sexismus-Strudel eines „Dirndlgates“. Der Monitor-Moderator Georg Restle ist ein weiteres Beispiel für die DDD-Strategie linientreuer politischer Korrektheit, indem er Sportkommentator Mehmet Scholl wegen einer flapsigen Bemerkung ans Kreuz des Rosa Faschismus nagelt:

 

Blöder geht’s nimmer: Der schwulenfeindliche Altherrenwitz ist zurück. Und offenbar gibt’s Kollegen, die das auch noch zum „Smilen“ finden. https://twitter.com/sportschau/status/876148606109175808 

Zu den gegenwärtig übelsten Verunglimpfungen gehören sprachliche Neuschöpfungen wie „homophob“.

Rosa Faschisten erkennt man an deren Wortschatz und sprenggläubigen Unwörtern wie „Rassist“, „Nazi“ oder „homphob“. Was vor 1989 „Revanchisten“, „Revisionisten“, „Ewig Gestrige“ oder „Imperialisten“ waren, sind jetzt die Heiden der neuen Religion Rosa Faschismus.

Wenn von „westlichen Werten“ oder „westlicher Wertegemeinschaft“ die Rede ist, dann kleistern deren Repräsenten den Heiligen Geist vom Christopher Street Day, offener Gesellschaft, Menschenrechten, Empathie und Willkommenskultur in die Säulenhallen der Humanitärbigotterie und Egalitärfrömmelei. Politisch unkorrekt zu sein gehört im Rosa Faschismus zu den Kapitalvergehen. Nicht nur Franz Schönhuber, Eva Hermann oder Jürgen Möllemann mussten erfahren, daß politischer Exorzismus längst salonfähig ist.

Selbst ein Regenbogen darf kein Regenbogen mehr sein. Die Ideologie dahinter entwickelt sich zur Drohkulisse. Der Regenbogen ersetzt heute Hammer und Sichel.

Wer nicht Empathie-positiv ist ist suspekt. Wege ins bunte Fegefeuer sind vorprogrammiert wie Spießrutenläufe in der „offenen Gesellschaft“, wie sie eine Caroline Emcke und ähnliche Galionsfiguren der neuen Religion symbolisieren.

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