Merkel gibt die Europa

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   29.02.2016  

Merkel gibt die Europa

Jetzt ist es heraus. Am Sonntagabend bei Anne Will hat Angela Merkel die Katze aus dem Sack gelassen, als sie wörtlich erklärte: „Meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht darin, dass dieses Europa einen gemeinsamen Weg findet.“ Mit anderen Worten, die deutsche Bundeskanzlerin fühlt sich zur Führung des Kontinents berufen.

Andere vor ihr, die sich Ähnliches zugetraut hatten, waren Karl der Große, Napoleon und zuletzt Adolf Hitler. Auch wenn man sich hüten muss, historische Figuren, gebildete Herrscher und den verkrachten Kunstmaler in einen Topf zu werfen, so gibt es doch ein Tertium comparationis, das die nachgeborene „Mutti“ mit ihnen teilt.

Auch sie ist „zutiefst überzeugt“, dass allein ihr „Weg der richtige“ sein kann. Als die erwählte Schicksalsgöttin Europas will Angela Merkel 500 Millionen Menschen auf den Weg in die Zukunft lenken. Und wohin immer das am Ende führen mag – niemand kann nachher sagen, dass er nicht gewusst habe, in welchem geistigen Zustand sich die amtierende Bundeskanzlerin am Anfang des langen Weges befand.

Aus ihrer Hybris machte sie bei Anne Will keinen Hehl. In ihrer Erscheinung soll der Kontinent Gestalt gewinnen. Aus der schönen Europa, der Zeus einst als Stier nachsetzte, ist eine trotzige Kuh geworden. Und wer sich ihr in den Weg stellt, bringt sie in Rage.

Siehe auch:

Ihr Glaube versetzt Berge, hier

Unerschütterlich bis zur Schmerzgrenze, hier

Hier sitze ich und kann nicht anders, hier

Wer Merkel will, muss Grün wählen, hier

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