WDR

Die Flüchtlinge und wir – wie können wir das schaffen? Sendung vom 18.11.2015

Der WDR lädt 130 Zuschauerinnen und Zuschauer zur zweiten WDR-Arena „Die Flüchtlinge und wir – Wie können wir das schaffen?“ ein. In der Live-Sendung aus dem Landschaftspark Duisburg können die Zuschauer Verantwortliche aus Politik, Behörden und Zivilgesellschaft direkt mit ihren Erfahrungen und mit Kritik konfrontieren, aber auch Sorgen und Wünsche äußern. Zu Gast ist auch diesmal NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und der Präsident des Städte- und Gemeindebundes in NRW, der Soester Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer. Die Sendung wird von Sabine Scholt und Till Nassif moderiert.

WDR ARENA18.11.15

Die Flüchtlinge und wir wie können wir das schaffen ?
Schwerpunkt NRW !

Kraft: Terroristen kommen nicht über Flüchtlingsrouten

Terroristen kommen nach Worten von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nicht im „Flüchtlingstreck“ ins Land. Sie verstehe aber die Sorge vieler Bürger nach den Terroranschlägen von Paris. „Wir müssen wachsam sein“, sagte die SPD-Politikerin in der WDR-Arena in Duisburg.

Kraft betonte am Mittwochabend (18.11.2015) in der WDR-Arena in Duisburg, die Einschätzung der Sicherheitsbehörden sei, dass Terroristen nicht über die Flüchtlingsrouten kämen. Diejenigen, die als Terroristen nach Europa reiste, verfügten über derart gute Strukturen, dass sie sich nicht auf den „Flüchtlingstreck“ machen müssten.

Kraft: Keine hundertprozentige Sicherheit.

Die Grenzkontrollen würden auch an den EU-Außengrenzen hochgefahren. Außerdem sei das Personal bei Verfassungsschutz und Polizei aufgestockt worden. Eine hundertprozentige Sicherheit habe es vor Paris nicht gegeben und werde es auch künftig nicht geben, betonte Kraft. Die Registrierung von Flüchtlingen sei dringend notwendig.

NRW-Verfassungsschutzchef Burkhard Freier ergänzte auf Fragen von Zuschauern, es gebe keinen einzigen Hinweis, dass Anhänger oder Sympathisanten der Terrormiliz IS (Islamischer Staat) über Flüchtlingsrouten nach Deutschland kommen. In der Diskussionssendung wurden auch Fragen und Anregungen von Zuschauern in den sozialen Netzwerken aufgegriffen.

BKA: Ermittlungen in 16 Fällen

BKA-Präsident Holger Münch sagte in den ARD-„Tagesthemen“, es habe in Deutschland bislang 120 Hinweise auf Flüchtlinge gegeben, die möglicherweise terroristischen Vereinigungen angehören oder an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Viele Verdachtsfälle habe man ausräumen können. Aktuell werde in 16 Fällen ermittelt.

Kraft äußerte sich in der WDR-Arena auch zu Befürchtungen, dass der Familienzuzug für syrische Flüchtlinge stark eingeschränkt werden könnte: „Es kann nicht sein, dass die Männer kommen können, und die Frauen und Kinder sollen im Krieg bleiben. Das ist mit mir nicht zu machen.“

NRW hat in diesem Jahr rund 240.000 Flüchtlinge aufgenommen, die aber nicht alle in NRW geblieben sind, wie die Regierungschefin erläuterte. Neben Unterbringung und Versorgung sei vieles auf den Weg gebracht in Richtung Integration – in Kita, Schule und Arbeitsmarkt. 

Schreibe mir

Hast Du Fragen, Anregungen oder Kritik, so trage sie bitte in das u.a. Textfeld ein und klicke auf "Senden" - vorher bitte alle Pflichtfelder ausfüllen. Nutze den Registrierungsvordruck (Link ist in der Sub- Fusszeile). Nach Erhalt Deiner Mail werde ich ein Benutzerkonto für Dich einrichten, aktivieren und freischalten.

Nicht lesbar? Captcha neu laden.