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Quelle: k-networld.de

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Hurra!

Die Deutsche Bank ist zahlungsfähig!

von Frank Meyer

Das habe ich noch nie erlebt, dass eine Bank auf ihre Zahlungsfähigkeit hingewiesen hat. Nachdem die Aktie jetzt unter das „Lehman-Niveau“ gefallen ist, gibt es endlich gute Nachrichten! Deutsche Bank zahlungsfähig!

Ich weiß gar nicht, warum man zu so später Stunde noch eine Pressemitteilung herausgibt. Ein Kuriosum? Zumindest habe ich so etwas noch nicht erlebt…

Die Deutsche Bank hat heute aktualisierte Informationen über ihre Zahlungskapazität für die Zinskupons auf Additional Tier 1 (AT1)-Wertpapiere auf der Grundlage vorläufiger und nicht testierter Zahlen veröffentlicht.
Die geschätzte Zahlungskapazität im Jahr 2016 beträgt rund 1 Mrd Euro. Dies reicht aus, um die AT1-Zinskupons von rund 0,35 Mrd Euro am 30. April 2016 zu bedienen.

Die geschätzte pro-forma Zahlungskapazität 2017 wird rund 4,3 Mrd Euro ohne Berücksichtigung des operativen Ergebnisses 2016 betragen. Dies beruht unter anderem auf einem erwarteten positiven Effekt von rund 1,6 Mrd Euro durch den Abschluss des Verkaufs der 19,99% Beteiligung an der Hua Xia Bank und weiteren HGB 340e/g Reserven von rund 1,9 Mrd Euro, die zur Verfügung stehen, um gegebenenfalls zukünftig auftretende Verluste zu kompensieren.

Die endgültige AT1-Zinszahlungskapazität wird von den operativen Ergebnissen des Jahres 2016 gemäß HGB-Abschluss und der Entwicklung anderer Reserven abhängen. (Quelle: Deutsche Bank)

Puhhh…. Na, da bin ich aber beruhigt und kann gut schlafen, selbst mit einem Kursminus von zehn Prozent am Montag.

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Morgen ist ein neuer Tag, mit neuen Chancen und „Herausforderungen“, welche man früher noch „Problem“ nannte.

Die Kreditmärkte sind weniger beruhigt als ich, wobei ich Sie gerade anlüge, denn wenn die Deutsche Bank…. Nein, nicht doch… Der „Focus“ spielt marktschreierisch ein „wenn“ durch. Der Chart der Kreditausfallversicherungen zeigt beständig nach oben, im Gegensatz zum Chart der Aktie der Deutschen Bank.

Man kann das auf den Kopf stellen, es wird nicht besser. Aber Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Hat man am Kreditmarkt ein gewisses Unbehagen, dass die Bank ihren Forderungen nicht nachkommen könnte? Unsinn! Dass sich herumsprechen könnte, beim einstigen „Branchenprimus“ ist es eng? Ach was!

Innerhalb von zwei Minuten des Lesens des Textes sind sämtliche Irritationen verflogen.

Man mag sich ja gar nicht ausrechnen, was passiert wäre, wenn diese Mitteilung zu so später Stunde nicht gekommen wäre. Man weiß zudem, die Deutsche Bank ist ein Politikum und im Falle des Not-Falls sehr, sehr, sehr, sehr… ja, sehr sehr teuer und alternativlos. Aber jetzt ist ja alles gut. Hoffentlich! 

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