Ausschluss von AfD-Politiker Guido Reil

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AfD-Mann Reil mit allen Mitteln aus der AWO entfernen

Guido Reil (AFD) darf keine Awo-Seniorenbus mehr fahren
(Bild: JouWatch)

Essen – AfD-Politiker Guido Reil saß seit acht Jahren ehrenamtlich am Steuer des AWO-Seniorenbusses in Karnap um Senioren zum Einkaufen zu fahren. Nun hat das

Quelle: AWO bestätigt Ausschluss von AfD-Politiker Guido Reil | Jouwatch

 

Essen – AfD-Politiker Guido Reil saß seit acht Jahren ehrenamtlich am Steuer des AWO-Seniorenbusses in Karnap um Senioren zum Einkaufen zu fahren. Nun hat das AWO-Bundesschiedsgericht den Ausschluss des ehemaligen SPD-Politikers wegen angeblich rassistischer Äußerungen bestätigt. Sollte Reil jedoch von seinen Ansichten abschwören, dann könnte er den AWO-Ausschluss noch abwehren.

Guido Reil (AfD) wechselte nach 26 Jahren SPD-Mitgliedschaft letztes Jahr zur AfD. Der in Karnap gewählte Ratsherr war, wie jeder gute SPD-Funktionär, Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Dort ist er seit acht Jahren ehrenamtlicher Aktivist eines Sozialprojekts. Reil ist Organisator einer Gruppe von zehn Freiwilligen, die einmal pro Woche mehrere Stunden lang Karnaper Senioren in einem Kleinbus zum Einkaufen fahren. Ein Dienst, der sehr gerne von den älteren Damen und Herren angenommen wird und sich im Essener Stadtteil größter Beliebtheit erfreut.

AWO-Werte: „Gerechtigkeit, Solidarität, Freiheit, Demokratie und Toleranz“

Der Bundesverband hatte in einem Positionspapier niedergeschrieben, die Reihen der AWO von AfD-Mitgliedern „sauber“ halten zu wollen. So durchforstete sie doch tatsächlich Mitte des letzten Jahres das Internet, um mögliche AfD-Mitglieder unter Mitarbeitern und Mitgliedern ausfindig zu machen. Im Extremfall droht diesen der Ausschluss oder – bei Angestellten – die Kündigung, so der Beschluss.

Nachdem AWO-Mitglied Reil medienwirksam zur AfD wechselte, wurde auch er zum Gespräch gebeten, wo ihm klar gemacht wurde, dass die Positionen der AfD unvereinbar mit jenen Werten und Grundsätzen des Verbandes seien. Diese seien: „Gerechtigkeit, Solidarität, Freiheit, Demokratie und Toleranz“.

AfD-Mann Reil mit allen Mitteln aus der AWO entfernen

Voll dieser Werte, bezichtigte der Geschäftsführer der Essener Arbeiterwohlfahrt, Oliver Kern, Ende 2016 den AfD-Politiker Guido Reil bei einer Pressekonferenz, sich rassistisch geäußert zu haben. Kern sagte wörtlich über den ehemaligen SPD-Ratherrn Reil: „In der Talksendung Markus Lanz hat Guido Reil arabischstämmige Menschen pauschal als nicht integrierbar bezeichnet – das ist klar rassistisch. Eine ganze Ethnie zu verunglimpfen, das hatten wir 1933 schon einmal.“ Reil hatte sich gegen den Anwurf zu wehren versucht und Kern über seine Anwälte eine Unterlassungserklärung zukommen lassen.  Er sah und sieht in der Aussage lediglich eine Beschreibung der Realität.

Zudem lehnte es Reil ab, seine Mitgliedschaft bei der Essender AWO  – wie ihm von Kern nahegelegt wurde – aufzugeben. Das Schiedsgericht des AWO-Bezirks Niederrhein verhängte sodann im Februar dieses Jahres eine Aussetzung seiner Mitgliedschaft für ein Jahr. Dagegen legte der AfD-Politiker Beschwerde ein, die nun jedoch am Freitag vom Bundesschiedsgericht abgelehnt wurde. Und mit der Ablehnung seines Widerspruchs dürfte, so der Essener AWO-Kreisverband, Reil nun mit sofortiger Wirkung auch nicht mehr den Seniorenbus in Karnap fahren.

Abschwören oder Raus!

Einen Hoffnungsschimmer indes gibt es  laut der WAZ für Reil noch: Wenn er sich binnen eines Jahres selbstkritisch von seinen Ansichten distanziere und diesen abschwöre, dann sei ein endgültiger Ausschluss noch abzuwenden. Wenn nicht, dann sei der Ausschluss aus der, sich den Werten „Gerechtigkeit, Solidarität, Freiheit, Demokratie und vor allem der Toleranz“ verschreibenden Arbeiterwohlfahrt, unvermeidbar. (SB)

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