Anne Will 06.03.2016

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Anne Will ARD - NDR2

Anne Will
ARD – NDR2

„Flüchtlingsdrama vor dem Gipfel –

Ist Europa noch zu retten?“

lautete das Thema bei ANNE WILL am Sonntag, 6. März 2016 im Ersten.

Vor dem europäisch-türkischen Sondergipfel am Montag ist Europa in der Flüchtlingsfrage tief zerstritten. Österreich und die Balkanstaaten setzen auf nationale Grenzschließungen, auch die osteuropäischen Länder schotten sich ab. Die Bundesregierung hofft dagegen nach wie vor auf eine europäische Lösung. Ist dieses Europa noch zu retten?

Am 07.03.2016 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zum Sondergipfel mit der Türkei, es geht vor allem um die Umsetzung des gemeinsamen Aktionsplans, der Ende November 2015 beschlossen wurde. Doch Europa ist in der Flüchtlingsfrage tief zerstritten. Anne Will ließ ihre Gäste nun unter folgendem Motto diskutieren: „Flüchtlingsdrama vor dem Gipfel – Ist Europa noch zu retten?“

Bevor sich EU und Türkei zum Gipfel treffen, fragte Anne Will: „Ist Europa noch zu retten?“ Zwischen Deutschland und Österreich ging es recht entspannt zu. Für das Highlight sorgte der Gast aus der Slowakei – Herr Sulik.

Österreichs junger Außenminister argumentierte mit Nachdruck, aber ohne sonderliche Schärfe für den Kurs seiner Regierung, genau wie Maas für die Merkel-Linie, wobei er von der Grünen unterstützt wurde – und von seinem eigenen Pressesprecher, der die Redebeiträge seines Ministers überschwänglich beklatschte.

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Quelle: ARD | NDR

Heiko Maas (SPD)

Bundesjustizminister

Kurzbiografie: Geboren 1966 in Saarlouis (Saarland), Jurastudium an der Universität des Saarlandes, währenddessen tritt er in die SPD ein. 1993 wird Maas Juso-Landeschef im Saarland, 1994 zieht er in den Landtag ein. 1996 wird Maas für zwei Jahre Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium, anschließend Umweltminister im Saarland. 1999 zieht er erneut in den Landtag ein und ist seit 2000 Vorsitzender der SPD Saar. Seit 2001 ist er zudem Mitglied im Vorstand der Bundespartei. 2012 übernimmt Maas im Saarland das Amt des Wirtschaftsministers, bevor er 2013 Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz wird.

Sebastian Kurz (ÖVP)

Österreichischer Außenminister

Kurzbiografie: Geboren am 27. August 1986 in Wien. 2003 beginnt er sich in der Jungen ÖVP zu engagieren, ein Jahr darauf tritt er sein Studium der Rechtswissenschaften in Wien an. Nach einigen Jahren Engagement auf Bezirksebene wird er 2007 zum Landesobmann der Jungen ÖVP Wien und ein Jahr später zum Bundesobmann der Jungen ÖVP gewählt. Anschließend ist er als Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat tätig, bis er im 2011 zum Staatssekretär für Integration bestellt wird. 2013 wird er zum Bundesminister berufen und verantwortet die Bereiche Europa, Integration und Äußeres.

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Quelle: ARD | NDR
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Quelle: ARD | NDR

Katja Kipping

Parteivorsitzende „Die Linke“

 

Kurzbiografie: Geboren am 18. Januar 1978 in Dresden, Studium der Slavistik, Amerikanistik und Rechtswissenschaft in Dresden. 1998 tritt Kipping in die PDS ein und ist von 1999 bis 2003 Stadträtin in Dresden. Von 1999 bis 2005 ist sie Abgeordnete im Sächsischen Landtag. 2003 wird sie stellvertretende Bundesvorsitzende der Linkspartei und ist seit Oktober 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Gemeinsam mit Bernd Riexinger bildet sie heute die Doppelspitze der Linkspartei.

Katrin Göring-Eckardt

Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag

Kurzbiografie: Geboren am 3. Mai 1966 in Friedrichroda, Studium der evangelischen Theologie in Leipzig, das sie aber nicht abschließt. Zu Wendezeiten ist Göring-Eckardt Mitbegründerin von Bündnis 90. Anschließend arbeitet sie in der thüringischen Landtagsfraktion von B90/Die Grünen und avanciert 1995 zur Landessprecherin ihrer Partei. 1998 zieht sie in den Deutschen Bundestag ein und wird dort parlamentarische Geschäftsführerin ihrer Fraktion. Von 2002 bis 2005 amtiert Göring-Eckardt als Fraktionsvorsitzende, im Herbst 2005 wird sie zur Vizepräsidentin des Bundestags gewählt. Das Amt als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sie von 2009 bis 2013 inne. Seit 2013 ist sie Fraktionsvorsitzende ihrer Partei im Bundestag.

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Quelle: ARD | NDR
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Quelle: ARD | NDR

Richard Sulík (SaS)

Slowakischer Europa-Abgeordneter

Kurzbiografie: Geboren am 12. Januar 1968 in Bratislava. Sulík studiert Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München, bricht das Studium ab und kehrt in die Tschechoslowakei zurück, um Unternehmer zu werden. Später absolviert er ein Wirtschaftsstudium in Bratislava und promoviert. Danach arbeitet er zeitweise als Berater für das slowakische Finanzministerium sowie für das Arbeitsministerium. 2009 gründet Sulík die liberale Partei Sloboda a Solidarita (SaS, Freiheit und Solidarität). Er ist bis heute ihr Vorsitzender. 2010 wird er Abgeordneter des Nationalrats der Slowakischen Republik, zugleich amtiert er bis 2011 als Präsident des slowakischen Parlaments. Im Oktober 2011 blockieren Sulík und seine Partei SaS die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms. 2014 wird er ins Europäische Parlament gewählt und ist dort Mitglied der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer EKR.

Von köstlich bis peinlich:

Darum lacht das Netz über Heiko Maas

Justizminister Heiko Maas hatte in der Talkshow „Anne Will“ einen persönlichen Cheerleader dabei. Sein Sprecher saß im Publikum und klatschte in den ersten Minuten immer wieder sehr laut, sobald der Politiker sprach. Talklady Anne Will outete ihn und das Netz lacht nun darüber.

Die Reaktionen schwanken zwischen köstlich und peinlich: Bundesjustizminister Heiko Maas (49, SPD) war Sonntagabend zu Gast in der Talkshow Anne Will„. Das Thema der Sendung lautete „Flüchtlingsdrama vor dem Gipfel – Ist Europa noch zu retten?“ Das Netz amüsiert sich nun vor allem über die ersten Minuten der Sendung. Jedes Mal, wenn Maas sprach, hörte man eine Person im Publikum laut klatschen. Moderatorin Anne Will klärte auf: „Begrüßen wir auch noch mal den Sprecher von Herrn Maas, der hier immer am lautesten klatscht. Herzlich Willkommen an Sie.“

Heiko Maas lächelte dabei peinlich berührt in sich hinein. Die Kamera schwenkte kurz darauf zu dem Mann, der breit grinsend im Publikum saß. Den Rest der Sendung klatschte er nicht mehr dazwischen. Es blieb aber der Running Gag. Richard Sulik, der slowakische Europaabgeordnete, sagte einmal bei lautem Applaus: „Ich höre den Pressesprecher raus.“Anne Will kam später auch noch mal auf die Situation zu sprechen: „Da wurde ja hier laut applaudiert, nicht nur von Ihrem Pressesprecher“, scherzte sie.

Das Netz lacht darüber

Für die Presse ein gefundenes Fressen. Die „FAZ“ titelte zum Beispiel in ihrer TV-Kritik: „Nur einer klatscht für Heiko Maas„. Die „Bild“-Zeitung meint dazu: „Peinlicher Moment bei Anne Will: Heiko Maas wird von seinem Sprecher beklatscht.“ In den sozialen Netzwerken ist es natürlich auch das Thema. Die Reaktionen sind eindeutig, alle machen sich über den Politiker lustig. Viele sprechen sogar von einer Blamage.

„Peinlicher geht es kaum“, schreibt ein User, „Köstlich!“ findet es ein anderer. Ein Tweet zeigt ein GIF der klatschenden Hobbits Frodo, Merry und Pippin aus dem Film „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“. Dabei steht: „Wofür man im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bezahlt wird am Sonntagabend. Gibt das Zuschläge, Heiko Maas?“ Ein anderer User fragt sich: „Evtl. will Heiko Maas jetzt einen offiziellen Klatschpraktikanten einstellen.“

Auch zu lesen ist: „Heiko Maas bringt sich den privaten Klatscher mit zu Anne Will. Das sagt uns alles.“ Über die Konsequenzen des TV-Auftritts wird auch schon spekuliert: „Der Pressesprecher von Heiko Maas kann sich wohl schon mal in die Rubrik ‚Sie hatten einen Job‘ eintragen lassen“, heißt es an einer Stelle. Über eines scheint man sich einig zu sein: Dass die Moderatorin den „Fan“ geoutet hat, finden alle klasse.

Quelle: freenet.de

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