NRW: Unbekannte schießen auf AfD-Büro

03.02.2016

Spurensicherung im Parteibüro Quelle: WDR1

Spurensicherung im Parteibüro
Quelle: WDR1

Im nordrhein-westfälischen Arnsberg haben am Mittwoch bislang unbekannte Täter offenbar auf ein Büro der AfD geschossen. Die wohl insgesamt drei Projektile hätten die Frontscheibe des Büros durchschlagen, berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“.

Personen wurden demnach nicht verletzt. Der Staatsschutz Dortmund habe die Ermittlungen aufgenommen, heißt es in dem Bericht weiter. Es könne sich tatsächlich um Schüsse gehandelt haben, doch man könne zum jetzigen Zeitpunkt auch eine Zwille als Tatwaffe nicht ausschließen, sagte ein Sprecher des Dortmunder Staatsschutzes gegenüber der „WAZ“. „Alles weitere müssen nun die Ermittlungen vor Ort ergeben“, so der Sprecher weiter.

Der WDR berichtet

WDR

Staatsschutz ermittelt

Anschlag auf Parteibüro der AfD in Arnsberg?

  • Passanten entdecken mutmaßliche Einschusslöcher
  • Tatzeit und -waffe ist noch nicht bekannt
  • Staatsschutz ermittelt

Zeugen hatten die drei Löcher im Schaufenster des Parteibüros im Arnsberger Stadtteil Neheim am Mittwoch (03.02.2016) gegen 11:30 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert. Diese ermittelte zunächst wegen Sachbeschädigung. Weil ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wurde, übernahm wenig später der Staatsschutz Dortmund die Ermittlungen. Noch sei völlig unklar, wie die Löcher in der Scheibe entstanden seien, sagte eine Polizeisprecherin des Hochsauerlandkreises dem WDR. Neben einer scharfen Waffe könnten zum Beispiel auch Luftpistolen oder Steinschleudern solche Spuren hinterlassen.

Keine Projektile gefunden

Auch zur Tatzeit gibt es demnach noch keine Erkenntnisse. Zuerst habe man die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es sich um alte Schäden handle. Inzwischen gehe man aber davon aus, dass die Spuren noch frisch sind, sagte die Sprecherin weiter. Zeugen hätten sich bisher noch nicht gemeldet, teilten die Dortmunder Ermittler am Mittwochnachmittag mit. Auch seien keine Projektile am Tatort gefunden worden.

Scheibe wurde schon einmal beschädigt


Bei der AfD ist man überzeugt, dass die Scheibe in der Nacht zu Mittwoch beschädigt wurde. Bereits vor einigen Wochen sei das Büro Ziel eines Anschlages gewesen, hieß es. Dabei hätten Unbekannte die Scheibe mit Bitumen verschmiert. Er könne sich durchaus vorstellen, dass jemand durch Berichterstattung über die Äußerungen der AfD-Bundesspitze zum Schusswaffengebrauch an den Grenzen zu der Tat motiviert worden sein könnte, sagte der AfD-Kreisvorsitzender Andre Monkol dem WDR.

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Das AfD-Büro an der Clemens-August-Straße in Arnsberg. Wurde die Scheibe von drei Schüssen durchschlagen? Die Ermittlungen vor Ort laufen. Foto: Ted Jones

Das AfD-Büro an der Clemens-August-Straße in Arnsberg. Wurde die Scheibe von drei Schüssen durchschlagen? Die Ermittlungen vor Ort laufen.
Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Der Staatsschutz Dortmund hat die Ermittlungen aufgenommen. An drei Stellen ist die Frontscheibe durchschlagen worden. Verletzt wurde niemand.

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Am Mittwoch wurden offenbar drei Schüsse auf das AfD-Büro an der Arnsberger Clemens-August-Straße abgegeben. Die große Frontscheibe des Büros wurde zerstört. Personen wurden nicht verletzt. Der Staatsschutz Dortmund hat die Ermittlungen übernommen.

Wie deren Sprecher Gunnar Wortmann auf Anfrage dieser Redaktion erklärte, könne es sich tatsächlich um Schüsse gehandelt haben, doch man könne zum jetzigen Zeitpunkt auch eine Zwille als Tatwaffe nicht ausschließen. „Alles weitere müssen nun die Ermittlungen vor Ort ergeben.“ Zunächst waren auch Steinwürfe nicht ausgeschlossen worden.

Entsetzen bei AfD-Vertretern
AfD-Vertreter Jürgen Antoni zeigte sich entsetzt: „Nach mehreren Farbschmierereien in der Vergangenheit ist diese Attacke auf eine demokratische Partei nun der negative Höhepunkt der Eskalation.“ Zum Glück, so Antoni, habe sich zum Zeitpunkt des Vorfalls niemand im Parteibüro befunden.

Das Büro selbst war von der Polizei unmittelbar nach deren Eintreffen für die Ermittlungsarbeit abgesperrt worden. (mit dpa)

Achim Gieseke

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